Röbeler Segler-Verein e.V.

WILLKOMMEN BEI EINEM DER TRADITIONSREICHSTEN SEGELVEREINE DER MÜRITZ-REGION.

Bericht des Vereistrainers | 15.06.2026

Klares Ziel voraus!

Vor gut einem Jahr begann ...

... ich meine Arbeit als Trainer im Röbeler Segler-Verein „Müritz“, mit einer Jugendgruppe (Opti’s/Jollen) von 15 aktiven Teilnehmern. Mit der Organisation der Tombola auf dem Seglerball und Bootsarbeit, um alle Motorboote wieder zuverlässig einsatzfähig zu bekommen, startete ich in die Saison.

Nach dem Trainingslager am Gardasee starteten Trainer Christian und ich den Übergang der Kinder, die die Grundlagen des Segelns schon beherrschen, in meine Obhut. Die Anfänger blieben vorerst unter seiner Obhut, den Übergang in meine Gruppe wollten wir sukzessive gestalten. Wir begannen mit 3x 2h Training / Woche in meiner Optigruppe (5 TN) und 2x 2h Training / Woche in Christians Optigruppe (4TN). Zusätzlich gab ich noch 2x 3h / Woche Jollentraining (6 TN).

Mit der Gestaltung eines wöchentlichen Angebotes zum Thema Segeln an der Grundschule Röbel, begann ich Interesse bei den Kindern für den Segelsport zu wecken und baute das mit einem Aktivstand auf dem Sportfest mit einem Opti vor Ort und der Möglichkeit Knoten und weitere Grundlagen des Segelns zu erlernen, aus. Mit der Teilnahme an der Badewannenregatta zeigte unseren Verein auch mal wieder Präsenz für die Jüngsten. Auch der Hort-Kooperationstag mit dem TSV 90 in der ersten Sommerferienwoche, gab uns die Chance über 80 Kindern einen kurzen, zweistündigen Einblick in den Segelsport zu geben. In der zweiten Sommerferienwoche führten wir unsere Ferienfreizeit mit 16 Teilnehmern durch. Nach dem Trainingslager in Waren und dem Start der zweiten Saisonhälfte im September zählte unsere Jugendgruppe 23 aktive Teilnehmer (18x Opti / 5x Jollen). Unser beliebter Anfängertrainer Christian kann leider seit dem Spätjahr auf Grund seiner beruflichen Veränderung kein Nachmittagstraining mehr geben. Vielen Dank für seine vielen Trainingsstunden, in denen er den Kindern spielerisch Spaß mit Segeln vermittelt hat! Dieser Umstand in Kombination mit der erhöhten Anzahl an Optikindern machte eine Umstrukturierung im Trainingsplan notwendig. Die Termine konnten vorerst bis zu den Herbstferien durch die Hilfe von Annabelle Wilke und Jaqueline Klatt im Anfängerbereich ausgeglichen werden – Vielen Dank den Beiden!

Wir starteten nach den Herbstferien mit Wintertrainingsprogramm. Das Angebot umfasste Athletiktraining in 3 Gruppen (2x Opti/ 1x Jollen), Theorietraining, Schwimmtraining und bis Dezember jeden Freitag noch Wassertraining für Segler mit Trockenanzug. Das neue Jahr begann mit einer starken Teilnahme an der LJM MV im Bereich Athletik „Stärkster Segler 2026“ 11 Sportler unseres Vereins kämpften um den Titel, Tordis Wulff konnte als Stärkste Seglerin ihrer Altersklasse, Anni Gil Ricart als drittstärkste Seglerin ihrer Altersklasse und Lukas Schaerig als 6. Stärkster Segler seiner Altersklasse in die Wertung eingehen. Mangels Beteiligung fuhr Lukas Schaerig dieses Jahr alleine auf’s Trainingslager nach Portoroz über Ostern. Dies gestalteten wir dann in einer Kooperation mit dem Plauer Wassersportverein. Im nächsten Jahr soll ein Trainingslager in den Frühjahrsferien etabliert werden, sowie die Teilnahme mit Optis und ILCA‘s am TL und Easterregatta in Portoroz. Statt Trainingslager im Ausland gab es in den Frühjahrsferien und Osterferien jeweils Intensiv-Theorie und Athletik Sessions, Bootsbautage und Eislaufen.

Zu Saisonbeginn entstand in der Regattahalle ein Opti-Hochkantregal für unsere 6 besten Optis, die so gut geschützt und aufgeräumt in ihren jeweiligen Fächern auf Training oder Regatten warten. Auf der neu entstandenen Empore sind nun alles Zubehör für die Ausrichtung von Regatten untergebracht (Tonnen, Flaggen ect.). Die alte Regattazubehörempore, erhielt ein neues Regal für ILCA und 420er Zubehör! Weiterhin hilft uns die Einführung der neuen Trainingsorganisationsapp „SPOND“ für einen reibungslosen Trainingsablauf und gute Regattaorganisation. Über Winter reduzierte sich die Teilnehmerzahl auf Grund des Zwangsumstieges in Opti A um 4 Kinder im Optibereich. Wir starteten also in die neue Segelsaison mit einer Jugendgruppe von 19 aktiven Teilnehmern.

Der Trainingsplan sieht nun 2x 2h Opti Anfängertraining / Woche, 2x 2,5h Opti Fortgeschrittenentraining / Woche und 2x 3h Opti Regattatraining die Woche vor, zusätzlich Montags, Mittwochs und Freitags Jollentraining je nach Beteiligung. Erfreulicherweise konnten wir in diesem Frühjahr eine Kooperation mit dem Schulcampus starten, wo innerhalb des GTS Kurses seit Ende März 7 Schüler aus den 5./6. Klassen jeden Montag das Segeln bei uns erlernen. Zusätzlich konnten am 11. Mai 20 Schüler innerhalb des GTS-Ausflugstages einen Einblick in das Segeln bekommen. Auch dieses Jahr war der RSVM mit einem Stand auf dem Sportfest der Grundschule Röbel, sowie der Burgschule Wredenhagen vertreten. Der ein oder andere Neuling hat auch dieses Jahr schon wieder bei uns seine ersten Segelversuche gemacht. Insofern trainieren zum aktuellen Zeitpunkt 28 aktive Kinder und Jugendliche wöchentlich bei uns auf dem Wasser.

6 unserer Fortgeschrittenen- und Regattakinder im Opti starteten beim Bernsteinpokal mitte April und begingen damit einen guten Saisonstart. Für Anni Gil Ricart und Klaas Heilmann war es die erste Opti A Regatta, sie sind auch vom Zwangsumstieg betroffen und müssen sich jetzt neu hocharbeiten. Hanna Wernecke (Platz 30), Klara Emma Geißler (Platz 35), Frieda Gödeke (Platz 34) und Ole Brosig (Platz 28) starteten für den RSVM in Opti B (Gesamtfeld 36 Teilnehmer), nach nur zwei Wochen Segeltraining in der neuen Saison.

Zum Plauer Opticup, fuhren wir für 5 Tage nach Plau. Wir starteten mit Mittwoch (dank Schulinterner Fortbildung für die Kinder zusätzlich frei) und Donnerstag mit gemeinsamen Trainingstagen mit dem Plauer Wassersportverein, dem Segelclub Ribnitz und der Trainingsgemeinschaft Schwerin. Am Freitag startete die 3 tägige Regatta, zu der wir mit 4 Kindern in Opti B an den Start gingen. Hanna Wernecke konnte, nach noch nicht einmal einem Jahr Optisegeln, einen starken 40. Platz von 67 Teilnehmern erzielen, Ole Brosig, auch Neuzugang in 2025, erreichte einen 52. Platz, Frieda Gödeke einen 55. Platz und Klara Emma Geißler einen 65. Platz bei deutschlandweit angereister starker Konkurrenz. Insgesamt war diese Veranstaltung für uns eine tolle Möglichkeit intensiv zu trainieren und weiter zu wachsen.

In der zweiten Sommerferienwoche findet auf unserem Gelände ein vereinsübergreifendes Trainingslager im Opti und Jollenbereich statt. Dabei sind bisher 8 Vereine (PWV, WSV, WWK, SCE, Parchim, Ribnitz, Stralsund). Parallel binden wir unsere alljährliche Ferienfreizeit in dieses Konzept mit ein, um den Kindern zu vermitteln, wie durch Segeln Gemeinschaft entsteht und hoffentlich mehr Kinder mitzureißen. Wir beenden das Trainingslager mit einer gemeinsamen Teilnahme an der Neptunregatta in Plau. Die Ferienfreizeit ermöglicht wieder ca. 20 Kindern eine Woche einen Crashkurs im Optisegeln in der Hoffnung, dass der ein oder andere von ihnen den dauerhaften Weg in unseren Verein findet. Eine Woche später fahren wir mit 5 Optikindern nach Cuxhaven, verschiffen Optis und Trainerboot und machen uns auf das Abenteuer der einzigen Hochseeregatta Deutschlands, dem Störtebeker Opticup auf Helgoland. Nach den Sommerferien wartet die LJM in Wismar auf uns, der Ecolea Cup in Rostock, sowie ein zweitägiges Trainingslager in Schwerin mit anschließendem Herbstpokal (Opti/ILCA/Europe).

Für den leider unpassenden Trailer des großen grauen Schlauchbootes benötigen wir einen Umbau oder Ersatz. Aus dem Grund haben wir eine Großsportgeräteförderung für einen Tannenbaumtrailer erhalten, auf dem wir zusätzlich zu dem Schlauchboot auch noch 4 IlCA’s oder 8 Opti’s transportieren können. Der Trailer wurde nun bestellt und ermöglicht uns Spritkosten zu sparen und gerade auch bei Regatten, die von Opti‘s und Jollen gleichzeitig frequentiert werden, eine bessere und flüssigere Organisation.

Meinem Ziel, das in den nächsten Jahren wieder 30 oder mehr aktive Kinder und Jugendliche regelmäßig trainieren und an Regatten teilnehmen, komme ich allmählich näher, wenn es auch noch ein wenig Geduld und Ausdauer braucht…

Um den Jugendlichen dann, während auswärtigem Studium oder Ausbildung, eine Perspektive in unserem Verein zu geben, brauchen wir noch ein schlüssiges „Juniorenkonzept“. Ich arbeite Stück für Stück daran welche Ideen evtl. umsetzungsfähig sind und bin natürlich für zusätzliche Vorschläge und Ideen jederzeit offen!

Mark-Anton Wilke

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