... manchmal heftig, und selbst noch so energisches Rufen und Winken ist nur selten die Lösung. Genau hier setzt unser Seenotalarm-Projekt an.
Die Idee ist unkompliziert: Wer auf der Müritz unterwegs ist – ob segelnd, paddelnd, schwimmend oder einfach in einen medizinischen Notfall geratend – kann per Knopfdruck auf einem wasserdichten Gerät (kaum größer als eine Streichholzschachtel) Hilfe rufen.
Die Position wird automatisch ermittelt und an die hinterlegten Notfallkontakte sowie an alle registrierten Nutzer des Systems übermittelt. Rund um die Müritz werden dafür Empfangsstationen, sogenannte Gateways, installiert, die das gesamte Gewässer abdecken sollen. Das funktioniert übrigens auch andersherum: Wer sich registriert, bekommt im Ernstfall auf dem Handy mitgeteilt, wo sich gerade ein Notruf ereignet – inklusive Entfernung und Kursangabe. Im besten Fall ist man also nicht nur derjenige, dem geholfen wird, sondern auch derjenige, der hilft.
Der Zeitplan: Noch in diesem Jahr soll der Testbetrieb starten, der reguläre Betrieb dann 2027. Bis dahin ist also noch Zeit, sich mit dem Projekt vertraut zu machen, sich auf der Website umzusehen oder sich bereits zu registrieren: seenotalarm.de.
Wer wissen will, wie das Ganze technisch funktioniert, wer alarmiert wird oder ob das wirklich schneller sein könnte als der Rettungsdienst, findet auf der Seite einen FAQ-Bereich, der die wichtigsten Fragen beantwortet. Wir finden: ein sinnvolles Projekt für unser Revier. Und wenn der Knopf nie gedrückt werden muss – umso besser.
Projektteam: Erwin Hasselberg & Nils Helbig
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