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... lag Spannung überm weiten See.
Die Müritz rauschte, frisch und kühl,
der Wind sprach deutlich: „Kommt und geht!“
Fünf bis sechs Beaufort, so stand es an,
kein Lüftchen, das nur freundlich streicht.
Ein Segler weiß, was das bedeuten kann:
Wer heute wagt, dem wird nichts leicht.
Siebenundvierzig Kilometer weit
führt „Rund Müritz“ übers Wasser hin.
Mal glitzert's hell, mal schweigt die Zeit,
mal trägt der Wind, mal prüft er Sinn.
Neun Boote gingen an den Start,
acht aus Röbel, Berlin schickte eins.
Ganz unterschiedlich war die Art:
Vom schnellen Renner bis zum feinen Vereinsgefährt.
Yardstick achtundachtzig? Nein, von vierundachtzig
bis hundertvierzehn reichte die Zahl.
Doch klug gerechnet wurde schließlich,
gerecht für alle, ohne Qual.
Das Startfenster war zwanzig Minuten lang,
nicht jeder brach zur gleichen Zeit hinaus.
Und wie so oft bei diesem Gang
sah manches Boot schon bald kein anderes mehr im Haus.
Denn „Rund Müritz“ heißt auch vertrauen,
wenn die nächste Tonne fern verschwimmt.
Oft muss man nur auf Kompass bauen,
weil kaum ein Segel sichtbar bleibt im Wind.
Dazwischen lauern flache Stellen,
verborgene Untiefen, tückisch klein.
Da war es gut, dass Knut Heidmann
im Schlauchboot nie ließ jemanden allein.
Er zeigte Richtungen mit ruhiger Hand,
warnte dort, wo Vorsicht nötig war.
Manch Umweg blieb dadurch erspart,
und Sicherheit war immer da.
Der Wind zog kräftig übers Land,
er forderte Geschick und Mut.
Doch jede Crew hielt Kurs und Stand,
gemeinsam wird Bekanntes gut.
Und als am Ende alles zählte,
war eine kleine Pointe klar:
Der letzte Starter, den man wählte,
gewann am Schluss ganz wunderbar.
Die Wilden Pferde hießen Sieger dann,
mit Nils Helbig an Bord voraus.
Kerstin Helbig hielt den Kurs mit an,
Björn Köppen machte den Erfolg daraus.
Gelassen leitete Christian Kloss
die Wettfahrt mit ruhigem Blick und Sinn.
Wo Freundlichkeit auf Ordnung traf,
da fühlten sich die Segler wohl darin.
An Land wartete, was Herzen freut,
wenn Wind und Wellen Kräfte rauben:
Familie Dittmann sorgte mit Bedacht,
Eberhard Freitag und Volker Stindt dazu,
für Speisen, Getränke und frohe Gespräche,
damit der Tag in guter Erinnerung ruhte.
Dass alles seinen Anfang fand,
verdankt die Regatta David Wulff mit Plan.
Und als der letzte Kurs beendet war,
nahmen Ines Roch und Peter Starck
mit Sorgfalt die Auswertung in die Hand.
So bleibt von diesem Sommertag
mehr als nur eine Ergebnisliste zurück.
Er erzählt von Wind und weitem Wasser,
von Hilfsbereitschaft, Fairness und Geschick.
Denn Siege schmücken einen Namen,
doch jeder, der die Müritz rund bezwang,
war Teil derselben schönen Ballade,
die noch lange durch den Segelverein erklang.
Erwin Hasselberg
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