Röbeler Segler-Verein e.V.

WILLKOMMEN BEI EINEM DER TRADITIONSREICHSTEN SEGELVEREINE DER MÜRITZ-REGION.

Pirat | 22.08.2026

IDJoM & JEM in Güstrow

Kaum war die IDM beendet, ...

...ging es für Emma, Lisa und mich direkt weiter nach Güstrow. Der Wassersportverein Güstrow richtete vom 21. bis 26. Juli dort die Internationale Deutsche Juniorenmeisterschaft sowie die Junioren-Europameisterschaft aus. Auch diese Woche sollte voller Erlebnisse stecken.

Der Start verlief allerdings alles andere als geplant. Mich erwischte es direkt mit Fieber, sodass ich die ersten Tage komplett ausfiel und unser Team den ersten Wettfahrttag gar nicht bestreiten konnte. Für den zweiten Tag konnten wir glücklicherweise einen Ersatz-Vorschoter beantragen und hielten den Rückstand so einigermaßen in Grenzen. Viele Teams, die bereits am Werbellinsee dabei gewesen waren, nutzten die Tage von Sonntag bis Dienstag bereits, um den Inselsee kennenzulernen und erste Trainingsschläge zu absolvieren.

Eine Besonderheit der Meisterschaft war die eigens von Martin Ebel entwickelte Veranstaltungs-App. Sie ersetzte nicht nur die klassischen Essensmarken durch einen QR-Code, sondern bot auch Live-Ergebnisse, umfangreiche Analysen zu Starts und Platzierungen, Countdown bis zum nächsten Start sowie tägliche Challenges. Jeden Abend wurden Fragen, Windwetten oder Rankings vom fairsten Boot bis zum größten „Anschreiber“ an der Bar ausgewertet und kleine Preise vergeben. Zusätzlich sorgte eine Tombola mit attraktiven Gewinnen wie Focken oder Spinnakern für Spannung.

Nach Vermessung am Dienstag konnten am Mittwoch nach der Eröfnnung bereits zwei Wettfahrten gesegelt werden. Der Wind hat uns nicht enttäuscht! Bei 4-5 Windstärken flogen die Boote nur so über den Inselsee. Den Abend verbrachten wir traditionell mit Siedler von Catan und vielen weiteren Spielen. Am Donnerstag konnten bei einer sehr guten Brise drei weitere Wettfahrten gesegelt werden. Der Wind war genauso stark wie am Vortag, doch die Windrichtung machte es schwierig einen Kurs auszulegen. Abends fand außerdem die Jugend- und Juniorenversammlung mit verschiedenen Themen und Neuwahlen statt.

Am Freitag konnten Lisa und ich endlich wieder gemeinsam an den Start gehen. Drei Wettfahrten bei mäßigem Wind, der in den Böen deutlich zulegte, verlangten uns schon etwas ab. Da Lisa inzwischen ebenfalls angeschlagen war, wussten wir bis zuletzt nicht, ob wir alle Rennen durchhalten würden. Gemeinsam kämpften wir uns durch den Tag, anschließend waren wir allerdings so erschöpft, dass erst einmal ein ausgiebiger Hafenschlaf nötig war. Am Abend wartete mit der Olympiade von Clown Sails das nächste Highlight. In Disziplinen wie Cornhole, Segelsack-Hüpfen, Glücksrad und dem legendären Schwertweitwurf mit einem rund 25 Kilogramm schweren Piratenschwert erreichte unser Team mit Henrik, Lisa, Mark und mir den zweiten Platz und durfte sich über kleine Kulturbeutel freuen.

Zum Abschluss konnten am Samstag noch zwei Wettfahrten bei leichtem, aber deutlich konstanterem Wind gesegelt werden. Zwar sorgten einige Windkanten und Dreher weiterhin für Spannung, dennoch bot der Tag einen gelungenen Abschluss der Meisterschaft. Danach hieß es: Boote abbauen, umziehen und zur Siegerehrung. Traditionell landeten die Sieger im Wasser und da Emma an diesem Tag ihren 24. Geburtstag feierte, blieb auch ihr der Sprung nicht erspart. Beim anschließenden Meisterabend wurde nicht nur gefeiert, sondern auch das Motto für den Aaseepokal bekannt gegeben. Gemeinsam ließen wir zwei intensive Segelwochen Revue passieren, analysierten Wettfahrten und erinnerten uns an viele schöne Momente wobei das Wort „Kraut“ an diesem Abend erstaunlich oft fiel. Auch in Güstrow wurden wir hervorragend versorgt. Täglich warteten abwechslungsreiche Mahlzeiten sowie Anlegesnacks und Getränke nach den Wettfahrten auf uns.

Ein herzliches Dankeschön geht an den Wassersportverein Güstrow, Julius, die Wettfahrtleitung, alle Helferinnen und Helfer, Vermesser, Schiedsrichter, Fotografen und natürlich an alle Seglerinnen und Segler. Zwei Meisterschaften, zwei großartige Wochen und jede Menge Erinnerungen. So darf der Segelsommer gerne weitergehen.

Ergebnisse:
11. Platz: Emma Leja/Henrik Lassen (SCE) 
31. Platz: Lisa von Helms/ Nea Scholz

Mehr unter Link.

 

Nea S.

 

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