Regattabericht | 19.06.2023

Heringsregatta 2023

Es ist klar: Schnelles Segeln ...

... ist wichtig, um bei einer Regatta ganz vorn dabei zu sein.

Mit der alljährlichen Heringsregatta haben die Macher dieses Events um Organisator Peter eine weitere besondere Komponente der Segeltaktik ins Spiel gebracht: Der selbst gewählte Startzeitpunkt in Röbel zur Wettfahrt nach Rechlin. Das macht die Heringsregatta besonders und einzigartig.  

Innerhalb unserer Crew gab es unterschiedliche Prioritäten zur Veranstaltung: Kati war es wichtig, nicht „Schlusslicht“ zu sein. Ich wollte schon gern den Anschluss zu den Projection wahren. Auf einen schönen Abend inmitten unserer Freunde und Vereinsmitglieder freuten wir uns beide.

Und so habe ich mich schon einige Tage zuvor gründlich informiert und ein „Windzeitfenster“ für mich zwischen 15:00 Uhr und 17:00 Uhr ausgemacht, dass ich unbedingt nutzen wollte: Den etwas frischeren Wind, der in dieser Zeit aus Nord-West wehen sollte. Der Plan: Anlieger bis Fahrwasserteilungstonne vor dem Großen Schwerin - dann mit Gennacker bis Rechlin – Steganschlag: Fertig!

Es kam natürlich anders:
Wir beobachteten beim Klarmachen unseres Bootes das Ablegen von „Pink Gin“ und „Comfortably Numb“. Nur keine Eile! Wir warten auf unser Windfenster! Auch die Besatzung der „White Lightning“, Emma, Norman, Lorenz, Martin und Thomas hegten den Plan des Abwartens. Und so warteten wir gemeinsam am Steg auf den optimalen Startzeitpunkt. Langsam zeigte sich eine Gewitterwolke Richtung Stadt. Egal, wir warten auf den Nord-West-Dreher! Aber als „Pink Gin“ und „Comfortably Numb“ dann recht zügig Richtung Steinhorn bei eher Ost-Wind zu erkennen waren, gab es für uns und auch für „White Lightning“ kein Halten mehr. Los geht´s! Vielleicht kommt der Winddreher ja gar nicht. Vielleicht erwischt uns noch das Gewitter, wenn wir länger warten. Und überhaupt, los jetzt um ungefähr halb Drei!

Das war dann wohl doch zu früh, dachten wir, als uns der Wind am Großen Schwerin verließ und auf Ost drehte. Die Stimmung an Bord wurde deutlich besser, als der Wind mit einer Linksdrehung auffrischte - schnelle Wende - und auf Steuerbordbug bis hinter Ludorf: Dann toller Ostwind mit teilweise kleinen Schaumkämmen auf dem Wasser. Hinter „Kleine Kuhle“ konnten wir sogar den Gennacker ziehen. Besonders anspruchsvoll wurde es noch einmal zwischen dem Burgwall und dem Segelhafen Rechlin, als kaum noch Wind spürbar war. Ja, wir geben zu, auch wir haben das Paddel hervorgeholt, wahrscheinlich mehr zur inneren Beruhigung, als zum Vortrieb.

Alles weitere ist schnell berichtet:

- viele nette Leute,
- perfektes Buffet,
- Hering in allen Variationen,
- prima gekühlte Getränke,
- ausgelassene Stimmung,
- pünktliche und präzise Auswertung und Siegerehrung mit Peter.

Und die Sieger in 2023 sind Anne-Lene, Frank, Klaus und Steffen mit der Projection „Radio Star“. Herzlichen Glückwunsch! Um es auf den Punkt zu bringen: Es war eine tolle Veranstaltung.

Herzlichen Dank an Peter für die Organisation. Herzlichen Dank an das „Möwennest“ für die kulinarische Beköstigung. Herzlichen Glückwunsch auch die weiteren Platzierten. Wir sind im nächsten Jahr wieder dabei! (Und dann warten wir geduldiger auf unser „Windfenster“, vielleicht zusammen mit „Radio Star“!)

Seid gegrüßt Euer Christian (Tyrann, JK 28 GER 33)


Ergebnisse