Nikolausregatta 2011 Während die meisten Segler ihre Boote schon vor einigen Wochen für den Winterschlaf präparierten, stand für die Piraten am 3. Dezember noch eine jahresabschließende Zusammenkunft im Terminkalender. Gemeint sind dabei nicht die Anhänger einer jüngst populär gewordenen politischen Gruppierung, die ihren Parteitag in Offenbach abhielten, sondern die eisernen, kampferprobten und nicht vor Schnee und Kälte zurückschreckenden Segelsportler mit dem roten Hackebeil im Top. Diese trafen sich zur mittlerweile 32. Nikolausregatta in Potsdam, um bei Bockwurst und Glühwein den besten in ihren Reihen zu ermitteln. Die Wetterprognose: 7°C, anfangs trocken, später Regen bei 5 Beaufort, Tendenz zunehmend. Traumbedingungen! So machten wir uns also mit 4 Röbeler Booten auf den Weg nach Brandenburg. Als Neulinge in der Seeräuberklasse waren wir gespannt, wie wir mit Boot und Bedingungen zurechtkommen würden. Nachdem Jörg, Heino und Werner mit uns den Vereinspiraten auftakelten und uns noch bootspezifische Tipps gaben, konnten wir nun also unser Debüt geben. Um bei den gegebenen Windverhältnissen nicht zu kentern, brauchte es schon eine gewisse körperliche Betätigung, sodass alle Sportler mit Sicherheit nach der Anfahrt zum Start schon gut durchgewärmt waren. Kalt war UNS jedenfalls nicht. Auf dem Kurs wurde schnell klar, dass Rasmus überschüssige Energie abzugeben hat. Es dauerte nicht lange, bis wir wussten, welche Farbe das Unterwasserschiff des einen oder anderen Teilnehmers der respektablen 41 Starter hatte. Unser Motto des Tages lautete demnach: egal wie, nicht kentern! So schafften wir es auch tatsächlich, relativ trocken ins Ziel zu fahren und unsere erste Piraten-Wettfahrt erfolgreich zu absolvieren. Da es dann innerhalb der ersten Wettfahrt doch sehr viele auf die Seite legte und sowohl mehr Wind als auch ein Regengebiet auf uns zukam, entschied sich die Wettfahrtleitung für die Sicherheit und beließ es bei der einen Wettfahrt. Immerhin schafften es 27 Boote ins Ziel. Somit gab es zumindest eine Wertung, um die Preise verteilen zu können. Einen hervorragenden 2.Platz konnten dabei Heino und Jörg ersegeln. Sie gehören zu den wenigen, welche sich trauten, den Spi zu ziehen und dabei nicht gekentert sind. Daniel und Alfred kamen auf den beachtlichen 7. Rang und sicherten sich damit den 1. Platz bei den Holzbooten. Ralf und ich belegten nach einem sehr verhaltenen Start Rang 18, womit wir unsere gesteckten Ziele für unsere erste Piratenregatta und unter solchen Bedingungen auf jeden Fall erreicht haben. Werner kam mit seinem Schotten Stephan auf Platz 22, wobei er, wohlgemerkt bei 5 Windstärken, mit einem gerade auskurierten gebrochenen Finger unterwegs war. Alles in Allem war es eine tolle Veranstaltung mit einer sehr guten Versorgung des Potsdamer Segel-Club Wiking sowohl zu Wasser als auch an Land. Ein großes Dankeschön noch einmal an Werner, Jörg und Heino für die Einführung in die Piratenwelt und die Hilfestellung bei der Bootstechnik. Wir wollen im nächsten Jahr auf jeden Fall weitere Regatten bestreiten und peilen schon ganz vorsichtig die IDM in Röbel im August an. Dann möchte ich den letzten Regattabericht des Jahres damit beenden, allen Vereinsmitgliedern und ihren Familien ein frohes & behutsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Segeljahr zu wünschen. Godewind – Ahoi! Fabian – Beil GER 4134 |