Frühjahrscup Müggelsee Nachdem wir Ende des letzten Jahres bei der Nikolausregatta unser Piratendebüt gaben, wollten wir mit viel Elan auch in die neue Saison starten. Am 31.03/01.04.2012 rief der Müggelsee und wir machten uns Samstag früh auf dem Weg zum Yachtclub-Berlin-Grünau. Allerdings erst einmal, um abzuwarten. Denn nachdem wir das Boot, diesmal auf uns allein gestellt, das dritte Mal überhaupt auftakelten, mussten wir warten, dass sich der Wind beruhigt. Jedoch bewegten 5Bft mit Spitzen der Stärke 9, eiskaltes Wasser und die sehr böige und schmale Anfahrt zum Regattagebiet die Wettfahrtleitung dazu, an diesem Tag nicht mehr rauszufahren. Eine gesunde Entscheidung unter dem Aspekt, dass unter den Startern in der 420er-Klasse einige Umsteiger waren. Statt Wettkämpfe gab es Essen und Freibier und wir nutzen die Zeit, unseren Plattfuß vom Rolli zu beheben, denn 170kg lassen sich nur schwer auf der Felge schieben. Damit blickten wir also auf den Sonntag, welcher für uns zur Lehrstunde werden sollte. Bei anfangs 3Bft wurde der beim Probeschlag entwickelte Plan, auf die rechte Seite zu fahren, aufgrund der Nachstartphase hinfällig und wir segelten links raus. Zu unserer Überraschung kamen wir unter den Top5 am ersten Fass an, bevor uns unsere eigens verknotete Bootstechnik beim Spinnaker ziehen/bergen Boot um Boot gen Schlusslicht wandern ließ. Somit beendeten wir die WF als 12., was leider unser bestes Ergebnis bleiben sollte. Mit dem zweiten Start waren wir bei freiem Wind recht zufrieden. Jedoch verpassten wir es, höhen- und geschwindigkeitstechnisch den Anschluss zu halten und wir fanden uns schnell erneut am Ende des Feldes wieder. Hier gibt es also Nachholbedarf, weshalb schon gleich Trimmfahrten auf dem Trainingsplan vermerkt wurden. Gleich dahinter kommt die Addition mit 5, dann lassen sich in Zukunft folgende Dialoge vor dem dritten und letzten Start in der 3.Reihe mit Steuerbordschoten vermeiden: Steuermann: „Wie lange noch?“ Vorschoter: „1min 10sec.“ Steuermann: „Und warum fahren die alle schon los??“ Da Aufholen schon den ganzen Tag nicht unsere größte Stärke war, verbesserten wir uns bei mittlerweile 4Bft ergebnistechnisch in der letzten WF nicht mehr. Unser Ziel, unseren Ranglistendurchschnitt zu halten, verfehlten wir also mit Bravour. Dennoch haben wir immerhin 3 weitere Wertungen für die Deutsche Meisterschaft im August eingefahren und wissen, woran wir arbeiten müssen, um die entscheidenden Fehler abzustellen. Zur übrigen Veranstaltung bleibt zu sagen, dass es dem traditionsreichen Yachtclub Berlin Grünau(u.a. Schmiede von Jochen Schümann) gelungen ist, eine sehr gut organisierte Regatta für die Klassen Ok, Finn, 420er und Pirat auszurichten. Godewind – Ahoi! Ralf & Fabian – Beil GER 4134 |