Ole Nietiedt ist nicht zu schlagen VON JENS-UWE WEGNER RÖBEL. Das war ein echtes Heimspiel für den Nachwuchssegler Ole Niedtiedt vom Röbeler Seglerverein Müritz - und er hat es genutzt. Souverän gewann Ole gestern in seinem Laser Radial den Optimal-Cup in seiner Bootsklasse. Von den insgesamt vier Wettfahrten konnte er drei gewinnen, bei einer Wettfahrt belegte er den zweiten Platz. „Da bin ich über links gefahren und dann hat der Wind gedreht, so dass ich unterwenden musste“, berichtete Ole von dem kleinen Missgeschick am Sonnabend. „Ansonsten hätte ich den Sack schon am ersten Tag zumachen können und hätte es am Sonntag gemütlicher angehen lassen“, sagte der junge Segler, der das Röbeler Gymnasium besucht. Sein nächstes Ziel steht schon fest. „Ich möchte unbedingt Deutscher Meister im Laser Radial werden und das kann ich in ein paar Wochen in Wismar auch schaffen“, zeigte sich Ole Nietiedt optimistisch. Die Wismarer Bucht ist schon fast ein Heimatrevier für Ole, trainiert er doch dort regelmäßig mit dem Landestrainer von Mecklenburg/Vorpommern. Im nächsten Jahr ist dann der Umstieg in den Laser Standard geplant, der ein größeres Segel hat. „Da muss ich im Winter in den Kraftraum, um das Boot händeln zu können, da wirken ganz andere Kräfte“, berichtete Ole Nietiedt. Zufrieden war auch Konrad Becker vom Röbeler Seglerverein Müritz mit seinem Ergebnis. Er startete bei den Optimisten der Klasse A und erkämpfte sich in den vier Wettfahrten insgesamt den dritten Platz. „Ich wollte unter die Top 3 und das ist mir auch gelungen“, freute sich Konrad. Der zwölfjährige Schüler vom Torgelower Gymnasium analysierte seine Fahrten. „Einmal bin ich falsch gefahren, weil ich irrtümlich eine andere Tonne als Ziellinie zum Zielschiff angenommen hatte und ein anderes Mal habe ich einfach die falsche Seite gewählt, da waren meine Konkurrenten pfiffiger“, gab Konrad zu. Alle beiden Segler, die vor ihm platziert sind, kennt er aus dem Landeskadertraining. Der Röbeler Segler- Verein hatte bei der Ausrichtung des Optimal-Cups wieder einmal ein gutes Bündnis mit dem Windgott Rasmus geschlossen. An beiden Tagen wehte eine frische Brise, so dass sich die Jungseg1er in ihren Optis und Laserbooten richtig austoben konnten. Nach dem Segeltörn am Sonnabend ging es dann in die Bootshalle, wo die Röbeler Band „Windshield Wipers“ den Jungen und Mädchen so richtig mit Musik einheizen. Die Band revanchierte sich damit für die Gelegenheit, kostenlos im Vereinshaus proben zu können. Der Optimal-Cup verdankt dem Röbeler CD-Werk seinen Namen, das auch Hauptsponsor des Röbeler Segler- vereins ist. „Ohne die Unterstützung durch das CD-Werk wäre bei uns vieles nicht möglich“, sagte Steffen Westerkamp, der Vorsitzende des Röbeler Seglervereins. Und natürlich nicht ohne die ehrenamtlichen Helfer, die wie gestern auf dem Wasser ausharren und die Regatten absichern.
Brandenburger Duo segelt auf der Müritz Allen davon REKORD: 300 Teilnehmer sind bei der Veranstaltung bei sehr guten Bedingungen in die Boote gegangen. VON HEIKE BECKER RÖBEL. Genau das richtige Wetter hatte der Röbeler Seglerverein für seinen Optimal-Cup bestellt. Durchgängig Windstärken der Stufe drei bis vier wehten über die Müritz und sicherten optimale Bedingungen für die kleinen und großen Segler. Der Verein konnte diesmal auch einen Teilnehmerrekord verzeichnen: Immerhin 300 Mädchen und Jungen hatten sich angemeldet. „Wir hatten an die 500 Leute bei uns auf dem Platz“, sagte Theo Jacob vom Röbeler Verein. Gesegelt wurde in drei Bootsklassen. Bei den Optimisten A sicherte sich der Greifswalder Theodor Streckenbach den ersten Platz. Souverän meisterte er gleich die beiden ersten Rennen mit Platz eins. Auf Platz zwei kam der Schweriner Eric Thoralf Malach und auf Platz drei segelte der Röbeler Konrad Becker. Bei den Optimisten B siegte Hannah Diefenbach aus Hamburg vor Sofie Schöne vom Schweriner SV und der Greifswalderin Jolanda Lene Müller. Bester Röbeler war hier Erik 0din Bitter. Er landete auf Platz zwölf. Bei den 42Oern kam das Duo Johannes Nachtigall/ Clemens Fabian aus Brandenburg auf den ersten Platz. Dicht dahinter segelten die Berliner Patrik Drees und Jannis Kaminski-Reith auf Platz zwei. Den dritten Platz sicherten sich die Röbeler Ole Schmidt und Max Wedler. Wieder einmal überzeugend zeigte sich der Röbeler Ole Nietiedt in der Bootsklasse Laser radial. Er gewann und war von seinen Kontrahenten nicht zu stoppen. Platz zwei ging an den Rostocker Robert Pastoors. Den dritten Rang belegte mit Paul Weber ebenfalls ein Rostocker. Der Röbeler Theodor Bauer sicherte sich den siebenten Rang. Bei den 4.7 ging der Sieg an Schwerin. Nadine Edinger sicherte sich Platz eins. Leonardt Ouart wurde als bester Röbeler Sechster.Zu den jüngsten Seglern gehörte der knapp fünfjährige Mic Berthold Mohr. Der aus Stralsund stammende Nachwuchssegler erreichte immerhin als 98. das Ziel. Insgesamt waren in der Klasse der Optimisten A 105 Mädchen und Jungen am Start. Bevor es zu den Landesjugendmeisterschaften geht, gibt es für etwa 20 Nachwuchssegler aus Röbel noch ein Trainingslager in Rerik. „Diese Regatta hat gezeigt, dass wir noch ein paar Schwierigkeiten mit dem Wind haben“, schätzte Jacob ein. Das soll auf der Ostsee trainiert werden. Ole Nietiedt und Konrad Becker haben ihre Fahrkarte zu den Deutschen Meisterschaften bereits in der Tasche, hieß es. Jacob zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge. „Es gibt bei uns noch jede Menge Potenzial“, schätzte er ein. |